Bewertungen / Rezensionen sammeln

Aktiv Kundenbewertungen sammeln lohnt sich mehrfach. Die meisten Shopbetreiber und Dienstleister erhoffen sich Bewertungen, setzen dafür jedoch keine Hebel in Bewegung. Das aktive Sammeln von Rezensionen ist wichtig. Kundenbewertungen bieten unterschiedliche Vorteile:

  • Mehr Vertrauen gegenüber Neukunden
  • Bessere Abschlussraten
  • Höhere Warenkörbe
  • Bessere Klickraten bei Werbeanzeigen
  • Optimierte Klickraten bei organischen Suchtreffern
  • Ehrliches Feedback für den Kundenservice
  • Eine Quelle für neue Ideen durch Kundenmeinungen

Die Erfahrungen, die andere Menschen mit einem Produkt oder einer Dienstleistung machen, tragen immer zur Entscheidung anderer Personen bei. Wer kauft schon, wenn er es eilig hat in einem Shop ein, in dem offensichtlich die Lieferungen permanent zu spät zugestellt werden? Und wer bezahlt via Vorkasse in einem Onlineshop über den es weder eine Meinung, noch sonstige Informationen im Netz gibt?

Es gibt viele Szenarien in denen Kaufabbrüche zustande kommen weil keine Bewertungen vorhanden sind. Damit Sie im eigenen Shop bessere Resultate erzielen, sollten Sie unbedingt Kundenbewertungen sammeln. Nutzer können sich ein umfassendes Bild über Ihr Angebot machen und Vertrauen schöpfen, um dann bei Ihnen einzukaufen oder Ihre Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Lösungen für Kundenbewertungen

Google Kundenrezensionen

Meiner Meinung nach ist es Pflicht, Kundenbewertungen in erster Linie direkt bei Google selbst zu sammeln. Natürlich nur dann, wenn Sie nicht ausschließlich Produkte bei Amazon verkaufen, denn dann sollten Sie natürlich direkt bei Amazon Rezensionen für Ihre Produkte sammeln. Ansonsten, wenn Sie vom organischen Traffic aus Google Umsatz erzielen, oder Google Ads verwenden, ist das Sammeln mithilfe von „Google Kundenrezensionen“ ein gängiger Weg.

Google Kundenrezensionen können auch mit anderen Anbietern wie u.a. Trusted Shops, eKomi, Ausgezeichnet.org, ShopVote.de und Trustpilot kombiniert werden. Die auf den externen Plattformen zu findenden Bewertungen werden von Google aggregiert und in den Kundenbewertungen ebenfalls angezeigt. Sie zählen auch in die erforderliche Gesamtzahl von 100 Bewertungen pro 12 Monate hinein, um bei Google Ads Bewertungssterne in den Anzeigen zu erhalten.

Vorteile: Kostenfreie Nutzung, Sternebewertungen, Drittanbieter Bewertungen inbegriffen, Käuferschutz.

Trusted Shops

Einer der ältesten und weitverbreiteten Anbieter ist Trusted Shops. Die klassischen Trusted Shops Siegel findet man heute in gefühlt jedem zweiten Onlineshop. Kunden vertrauen auf die Siegel und genießen außerdem bei zertifizierten Onlineshops einen Käuferschutz. Das spricht eindeutig für den Dienst. Dafür ist der Anbieter jedoch auch nur auf E-Commerce spezialisiert und bietet keine richtige Lösung für Dienstleister. Trusted Shops Bewertungen werden von Google Kundenrezensionen aufgenommen und fließen mit in die Sterne-Bewertungen bei Google Anzeigen und organischen Treffern ein.

Web: trustedshops.de
Vorteile: etablierter Anbieter, einfache Integration, Käuferschutz, Google konform.
Nachteile: kostenpflichtig, keine Bewertungen von Drittanbietern

ProvenExpert

ProvenExpert ist ein Dienst den ich selbst schon einige Jahre bei vielen Projekten im Einsatz habe, die keine Onlineshops sind. Der Vorteil sind die individuellen Umfragen. Ich kann Bewertungen gezielt zu speziellen Themen einholen und bin nicht an eine bestimmte Maske gebunden. Außerdem aggregiert ProvenExpert meine Bewertungen aus anderen Portalen und bündelt sie zu einer Gesamtwertung. ProvenExpert wird auch von Google MyBusiness etc. berücksichtigt und kann für Sternebewertungen in Google Snippets genutzt werden. Einzig für Bewertungen in Google Ads funktioniert es leider zur Zeit noch nicht.

Web: provenexpert.com/de/
Vorteile: Kostenfreie Version, Individuelle Umfragen, Sternebewertungen für Snippets, Drittanbieter Bewertungen inbegriffen
Nachteile: Nicht für Google Ads geeignet, kein Käuferschutz

Kundenbewertungen sammeln

Kundenbewertungen kommen nicht von allein. Wer Bewertungen möchte, muss seine Kunden bestenfalls im Checkout-Prozess fragen, ob es in Ordnung ist, wenn ein paar Tage nach der Transaktion und dem Erhalt der Ware / Leistung, eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit geschickt wird. Warum vorher fragen? Weil die „Bitte um Bewertung“ eine E-Mail ist, die oftmals werblichen Charakter hat und bestenfalls durch ein vorheriges Opt-In (Einverständnis / Willenserklärung) abgesichert wird.

Ist ein Opt-In vorhanden, kann nach Zeitraum X nach der Bestellung eine Bewertungsanfrage verschickt werden. Es empfiehlt sich dringend, immer erst ein, zwei Tage nach Erhalt der Ware, dem Kunden um die Bewertung zu bitten. Deshalb sollte das System mit der Sendungsverfolgung verbunden werden.

Tipp am Rande: um negative Bewertungen wegen Lieferschwierigkeiten zu vermeiden, sollten Kunden, deren Pakete deutlich zu spät kamen, besser gar nicht erst gefragt werden. Auch dies lässt sich gut in einem automatischen Prozess steuern. Doch Vorsicht, je nach Anbieter für Kundenrezensionen, kann solch ein Eingriff gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen.

Mehr Bewertungen erzielen viele Onlineshops außerdem durch einen zusätzlichen Anreiz wie einen Gutschein als Dankeschön, nachdem die Bewertung erfolgt ist. Keinesfalls jedoch sollte der Gutschein ausschließlich an eine positive Bewertung gekoppelt werden!

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