Google: Core Web Vitals als Rankingfaktor

Google Core Web Vitals

Im Mai 2020 kündigte Google bereits an, dass die Core Web Vitals künftig ein offizieller Rankingfaktor für Webseiten in Google werden. Google hat Seitenbetreiber fortlaufend über den Status informiert. Im November 2020 wurde schließlich angekündigt, dass es im Mai 2021 zum Rollout des Updates kommt. Dies verschob sich nochmal auf Juni 2021.

Inzwischen ist das Google Page Experience Update mit Schwerpunkt „Core Web Vitals“ vollständig abgeschlossen.

Neben unantastbaren Rankingfaktoren wie Content, Links und Search Intent, reihen sich die Core Web Vitals nun in jene Riege ein, in der Seitenbetreiber selbst aktiv Einfluss nehmen können.

Webseiten mit sehr guten Core Web Vitals Werten erreichen laut Messungen von SISTRIX, eine deutlich bessere Sichtbarkeit als der Durchschnitt. Domains bei denen sämtliche Vorgaben der Web Vitals erfüllt werden, kommen auf 3,7 Prozent mehr Sichtbarkeit als vor dem Update.

Seitenbetreiber die trotz ein Jahr Ankündigungen seitens Google, bis dato die Performance ihrer Webseite aus den Augen gelassen haben, spüren dies deutlich. Schlechte Core Web Vitals (mindestens einen von drei Aspekten nicht erfüllt) bedeuten jetzt, mehr als 3 Prozent schlechtere Rankings als Domains, bei denen die Inhaber die Anforderungen erfüllen.

Google Core Web Vitals optimieren

Die Google Core Web Vitals einer Webseite können gezielt optimiert werden. Da sie ein fester Rankingfaktor sind, sollte dies vor allem bei kommerziellen Webseiten eine Berücksichtigung finden. Wer die Überlegung hat, sich einen Onlineshop zu erstellen, darf die Grundleistung des jeweiligen Shopsystems keinesfalls aus den Augen lassen. Bereits die Wahl des Systems kann darüber entscheiden, welche Performance überzeugt realistisch ist.

Worauf kommt es bei den Core Web Vitals an?

Google Core Web Vitals für soeren-eisenschmidt.de

Largest Contentful Paint (kurz: LCP)

Der Largest Contentful Paint (LCP) ist äußerst wichtig. Er besagt, wie lange die Auslieferung vom Main Content, an den Browser des Nutzers dauert. Es geht also nicht darum, wann der Browser erste Daten empfängt, sondern wirklich darum, wann der Inhalt der Webseite für den Nutzer im Browser sichtbar ist. Hier will Google das Nutzererlebnis fördern. Denn welcher Nutzer interessiert sich schon dafür, dass nach 0,3 ms das Logo zu sehen ist, wenn aber der Hauptbestandteil des Inhalts 4 Sekunden benötigt!?

Gut ist dieser Web Vital, wenn der Inhalt in weniger als 2,5 Sekunden nutzbar beim Empfänger ausgeliefert wird. Insgesamt wird dieser Core Web Vital in drei Stufen bewertet.

  • Gut: weniger als 2,5 Sekunden
  • Verbesserungswürdig: bis zu 4 Sekunden
  • Schlecht: über 4 Sekunden

First Input Delay (FID)

Wie lange dauert es, bis ein Nutzer mit einer Webseite interagieren kann? Exakt dies wird mit dem Core Web Vital First Input Delay (FID), also der Verzögerung, bis eine Interaktion vom Nutzer auch auf der Webseite zur Reaktion führt, gemessen. Unter solchen Interaktionen versteht man die Möglichkeit Links anzuklicken, Menüs zu verwenden, Formulare auszufüllen etc.

Für diesen Core Web Vital gibt Google nur sehr enge Zeitfenster. Der Grund ist simple. Wenn der First Input Delay (FID) schlecht ist, kommt es zu einem sehr unangenehmen Nutzererlebnis auf der Webseite, da die Verwendung der Seite sich anfühlt, als gäbe es eine enorme Zeitverzögerung. Und wer möchte schon Zeitverzögerungen zwischen Aktion und Reaktion.

  • Gut: weniger als 0,1 Sekunde
  • Verbesserungswürdig: bis zu 0,3 Sekunden
  • Schlecht: über 0,3 Sekunden

Cumulative Layout Shift (CLS)

Abgeschlossen werden die Google Core Web Vitals derzeit mit dem Wert zum Cumulative Layout Shift (CLS). Mit diesem Wert zielt Google auf die Optimierung komplexer Webseiten ab, die bei ihren Elementen viel im Hintergrund nachladen. Also auf eine asychrone Auslieferung von Elementen aus sind. Dies wird u.a. gemacht, damit erste Inhalte schnell ausgeliefert und der Nutzer die Webseite schnell verwenden kann. Problematisch wird es dann, wenn das Nachladen von Elementen dazu führt, dass sich nachträglich die Inhalte auf der Webseite verschieben. Dies wiederum stört das Nutzerverhalten. Wer liest schon gern beweglichen Text.

Springen die Inhalte einer Webseite in ihren Positionen, wird dies über den Cumulative Layout Shift (CLS) Wert gemessen und bewertet.

  • Gut: weniger als 0,1 Prozent
  • Verbesserungswürdig: bis 0,25 Prozent
  • Schlecht: über 0,25 Prozent

Google hat für die Core Web Vitals auch eine eigene Dokumentation. Anhand dieser kann jeder Seitenbetreiber entscheiden, auf welche Weise die Optimierung der Webseite stattfinden kann. Der Optimierungsprozess ist in diesem Bereich mindestens so individuell, wie die Webseite selbst. Deshalb sollte Schritt für Schritt anhand der Google Lighthouse Labordaten ein Weg aufgezeichnet und abgearbeitet werden.

Quelle Titelbild: web.dev/vitals/

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Kategorisiert in SEO

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