Brand Bidding in Google Ads

Brand Bidding beschreibt das Schalten von Anzeigen auf Markenbegriffe. Verwendet wird die Bezeichnung Brand Bidding jedoch i.d.R. vor allem dann, wenn es um Werbung auf die Marken anderer Unternehmen geht und nicht um die eigene Marke. Durch Brand Bidding wird versucht zu niedrigen Klickpreisen (CPC) die Besucher und Kunden zu gewinnen, die eigentlich zu einem Wettbewerber wollten.

Umsetzung in der Praxis

Die normale Brand Kampagne beinhaltet Suchbegriffe wie den eigenen Firmennamen, die vollstÀndige Firmenbezeichnung und manchmal noch den Namen des Inhabers.

  • Firmenname / Markenname: Musterwerke
  • Firma: Musterwerke AG
  • Inhaber: Max Mustermann

Suchende geben in Google beliebige Varianten der Marke ein und kommen mit einem Klick auf die Anzeige der Brand-Kampagne zum Ziel. Der Klick ist möglichst preiswert und liegt oft bei 3 bis 20 Cent, je nach Marke.

Die Werte der eigenen Kampagne lassen dann viele Google Ads Werbetreibende vermuten, dass diese Preise doch auch auf Begriffe der Wettbewerber drin seien. Sind sie auch, jedoch nur beim Wettbewerber selbst. Brand Bidding auf fremde Marken ist aus verschiedenen GrĂŒnden meist unnötig und teuer:

  • Extrem schlechte Conversion-Raten im Vergleich
  • Extrem schlechte Klickraten im Vergleich
  • Niedriger QualitĂ€tsfaktor
  • Schlechter Anzeigenrang
  • Unnötiger Stress mit Wettbewerbern
  • Gefahr von Brand Bidding durch Wettbewerber

Sie sollten eine Sache nicht vergessen: in dem Moment wo Sie Werbung auf fremde Marken schalten, beginnen Sie eine Provokation und verlassen den fairen Wettbewerb. In vielen FĂ€llen werden auch Wettbewerber mit Brand Bidding reagieren und die Anzeigen zu Ihrer Marke ausspielen. Dies sollte Ihnen vor der ersten Angriffs-Kampagne bewusst sein. Wenn Sie kein Interesse daran haben, dass Wettbewerber Werbung auf Ihren Namen schalten, unterlassen Sie es.

Rechtliche Konsequenzen beim Brand Bidding lassen Sie sich bitte von einem Rechtsanwalt erklĂ€ren. Es dĂŒrfte aber offensichtlich sein, dass fremde Marken nicht in Werbeanzeigen genutzt werden „sollten“. Als eingebuchte Keywords in Google Ads ist es wieder eine andere Situation.